Über Brillen

Geschichte und Entstehung der (Kassen-)Brille

Eine Brille ist ein individuell gefertigtes Handwerksprodukt und Ergebnis aufwendiger augenoptischer Handwerksarbeit.


Der Augenoptiker ist ein Handwerker, der von seinen Zulieferanten Fassungen und rohrunde Gläser bezieht. In seiner Werkstatt schleift er die Gläser in Form, arbeitet sie in die Fassung ein.

Die richtige Brille: von wegen „passt schon“!

Die Auswahl einer passenden Brillenfassung ist nicht einfach. Denn: kein Gesicht ist gleich! Es gibt runde, kantige und längliche Köpfe mit breiten oder schmalen Gesichtsformen. Allein die Nasen! Sie können griechisch-römisch, breit oder stupsig, winzig oder knubbelig, dick oder dünn, lang oder kurz sein. Sie können nicht auf jede Nase dieselbe Brille setzen. In jeder Fielmann-Niederlassung finden Sie mehr als 2.000 Fassungen, die topmodische Fielmann-Kollektion, große Marken und internationale Designer. Fielmann bietet eine Riesenauswahl an Brillen und Sonnenbrillen für Damen, Herren und Kinder.

Brille zum Nulltarif

Die Nulltarif-Versicherung

Im Rahmen der Nulltarif-Versicherung bekommen Sie bei Fielmann für nur 10 € Jahresprämie eine topmodische Einstärkenbrille in Metall oder Kunststoff, sofort nach Vertragsabschluss und dann alle zwei Jahre eine neue. Außerdem ist Ihre Brille versichert gegen Bruch, Beschädigung und Sehstärkenveränderung. Eine Mehrstärkenbrille erhalten Sie für nur 50 € Jahresprämie.

Und dann die Augen! Bei einigen Menschen stehen sie weit auseinander, bei anderen liegen sie eng zusammen. Oft sind das linke und das rechte Auge nicht auf einer Höhe. Wenn Sie eine Einheits-Brille irgendwo blind bestellen, ist das Ergebnis in ihrem Gesicht später reine Glückssache. Brillen, die nicht individuell angepasst werden, sitzen schlecht. Sie rutschen von der Nase oder drücken hinter den Ohren. Aber es gibt auch Risiken und Nebenwirkungen, die über den reinen Tragekomfort hinausgehen: Abweichungen bei der Zentrierung um nur wenige Millimeter führen zu prismatischen Nebenwirkungen, die zu Ermüdung, Unwohlsein oder Kopfschmerzen führen können.

Niemand würde ohne Not zu kleine oder zu große Schuhe tragen. Dabei sind Schuhgrößen im Vergleich zu den Messeinheiten, die bei Korrektionsbrillen eine Rolle spielen, extrem grobe Maße. Bei Brillen kann eine Abweichung von einem Bruchteil eines Millimeters den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Sehen ausmachen.

Gehen Sie mit uns den Weg zur Brille! Sie verstehen sofort, dass eine gute Brille kein Zufallsprodukt ist. Brillen von Fielmann sind das Ergebnis absoluter Präzisionsarbeit. Sie halten beim Abholen der Brille ein individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Produkt in Händen. Sie finden Ihre Brille nirgendwo günstiger, sonst bekommen Sie Ihr Geld zurück!

Die Geschichte der Brille

Jahrtausende gab es keine Hilfe für Fehlsichtige: Kurzsichtige nahmen die Ferne verschwommen wahr, die Alten konnten Gegenstände in der Nähe nicht scharf sehen. Wer unter einer Fehlsichtigkeit (Ametropie) litt, hatte Pech gehabt!

Im ausgehenden 13. Jahrhundert erfand der Mensch die Brille. Als Material für die Sammellinsen (konvexe Linsen), die das Sehen in der Nähe verbesserten, dienten Glas und die Minerale Bergkristall und Beryll. Das Wort „Brille“ kommt übrigens von Beryll, denn die ersten Linsen wurden aus diesem Kristall, aber auch aus klarsichtigem Bergkristall geschliffen. Anfang des 16. Jahrhunderts entwickelte man Zerstreuungslinsen (konkave Linsen) für das Sehen in der Ferne, also zur Korrektur der Kurzsichtigkeit.

Doch obwohl die Brille schon Ende des 13. Jahrhunderts erfunden worden war, blieb sie bis weit ins 19. Jahrhundert ein Luxusgut. Nur der Adel, Kleriker und Mönche in den Scriptorien der Klöster sowie das vermögende Bürgertum hatten im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit das Privileg des scharfen Durchblicks Dank einer Sehhilfe.

Auf dem Weg durch die Zeit hat die Brille ihr Aussehen häufig verändert. Waren die ersten Fassungen zunächst aus Rinderknochen, Holz oder Leder gefertigt, so verwendete man später auch kostbare Materialien wie Gold, Silber oder Schildpatt.

Es gab Nietbrillen aus Eisen, Holz und Horn, Bügelbrillen aus Fischbein, Leder und Metall, Mützenbrillen, die – wie der Name verrät – an der Kopfbedeckung befestigt waren, das Monokel, die Stirnreifenbrille und den Zwicker oder Kneifer, der einfach auf der Nase festgekniffen wurde. Handwerker nutzten einfache Sehhilfen, indem sie die Gestelle mit Hilfe von Fäden hinter den Ohren befestigten. Diese Konstruktion nannte man Fadenbrille. Wichtig war, dass man beide Hände für die Arbeit frei hatte.

Die erste Ohrenbrille mit beweglichen seitlichen Bügeln – so wie wir sie heute kennen - entstand erst Anfang des 18. Jahrhunderts. Dennoch setzte sie sich nicht sofort durch. Die Nürnberger Drahtbrille, eine einfache Fassung aus verbundenem Draht, war bis in das 19. Jahrhundert hinein wohl die bekannteste Brille in Deutschland. Mit dem Aufstieg des Bürgertums kamen im 18. Jahrhundert auch die Scherenbrillen und Lorgnons in Mode.

Eine Brille für alle: Die Kassenbrille!

Die Brille für alle verdanken die deutschen Bürger der Sozialgesetzgebung des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Am 1. Dezember 1884 trat Paragraph 6 der Arbeiterkrankenversicherung in Kraft, gemäß dem erstmals alle Fehl- und Alterssichtigen Anspruch auf eine kostenlose Kassenbrille hatten.

Die Brille für alle war vornehmlich eine soziale Errungenschaft. Besser zu sehen hieß damals längst noch nicht, besser auszusehen. Die Brillenfassungen waren einfache Nickelgestelle. Es zählte die Funktion, nicht die Schönheit. Die Kassenbrille bedeutete für viele hunderttausend Werktätige den Erhalt des Arbeitsplatzes auch im Alter, für Fehlsichtige endlich gleiche Lebensqualität und Berufschancen wie für Normalsichtige. Die Kassenbrille leistete einen wesentlichen Beitrag zu Bildung und beruflicher Qualifikation.

Stigma Kassenbrille

Nach der Gleichstellung von vermögenden Fehlsichtigen und Normalsichtigen im 15. Jahrhundert und der durch die Bismarcksche Sozialgesetzgebung erfolgten Gleichstellung von Arm und Reich im ausgehenden 19. Jahrhundert, gewann erst in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs Mitte des 20. Jahrhunderts das ästhetische Moment der Brille für alle an Bedeutung.

Vor Fielmann waren Kassenbrillen zeitlos hässlich. Es gab acht Kassengestelle, sechs Kunststoffgestelle für Erwachsene und zwei für Kinder. Wer nicht genug Geld hatte, sich eine teure Feinbrille zu leisten, trug den Nachweis seines niedrigen Einkommens gleichsam auf der Nase. Das war die Realität für acht Millionen Bundesbürger.

Schluss mit hässlich! Fielmann macht die Kassenbrille schön.

Der zwischen der AOK Esens und Fielmann 1981 abgeschlossene Sondervertrag war richtungsweisend. Aus acht Kassengestellen schuf Fielmann 90 modische und qualitativ hochwertige Modelle aus Metall und Kunststoff in 640 Varianten. Das Einheitsmuster der Kassenbrille hat Fielmann abgelöst durch modische Vielfalt. Fielmann hat die Diskriminierung per Sozialprothese durch den Brillen-Chic zum Nulltarif abgeschafft. Das ist die historische Leistung des Unternehmens.

Brille: Fielmann

In unseren Niederlassungen präsentieren wir die ganze Welt der Brillenmode: mehr als 2.000 Fassungen, die topmodische Fielmann-Kollektion, internationale Designer und große Modemarken. Brillen für Damen, Herren und Kinder in ansprechenden Designs und Brillengläser in optischer Spitzenqualität, die alle Ansprüche an einen gehobenen Sehkomfort erfüllen.